Neu bearbeitet: Wissenschafts-Journalismus

Wie funktioniert Wissenschaft im Radio, wie im Fernsehen? Wie entsteht eine größere Geschichte für Wissensmagazine, wie ist eine Reportage fürs Fernsehen aufgebaut? Wie hat das Internet alles verändert?

Winfried Göpfert hat das Handbuch „Wissenschafts-Journalismus“ grundlegend überarbeitet. Die Beiträge wurden aktualisiert, neue Themen kamen hinzu. Es gibt Werkstattberichte aus allen Medien; Ranga Yogeshwar („W wie Wissen“) erzählt, was er von den modernen Wissens-Magazinen hält.

Diskutiert werden auch solche Fragen: Kann man journalistisch arbeiten und gleichzeitig PR betreiben? Das Handbuch gibt pragmatische Antworten. Die Website zum Buch haben Studierende der HTWK Leipzig gestaltet; hier kann man das E-Book kaufen.

Neu: Qualität managen für Kreative

Qualität und damit Erfolg erreichen Medien langfristig nur, wenn sie sich nicht nur mit dem Produkt, sondern auch mit Strukturen und Strategien beschäftigen. Das Handbuch kristallisiert die Grundgedanken und Leitlinien der Qualitätsmanagement-Norm DIN EN ISO 9001 heraus und bricht sie auf den Medien- und Redaktionsalltag herunter. So wird die tägliche Arbeit in strukturierte Bahnen gelenkt – trotz knapper Zeit entsteht ein qualitativ hochwertiges Produkt. 
„Mind the GAPZ“: Mit dieser Formel zeigt dieses Buch, wie man ganzheitlich Änderungen gestaltet, Prozesse lebt und Ziele definiert. 

Aus dem Inhalt 
Die Idee der ständigen Verbesserung als Grundidee und Methode · Anleitung zum Lesen · Mind the GAPZ · Das große Ich bin Ich · Chefsache · Wir brauchen einen Plan · Von nichts kommt nichts · Bei der Arbeit · Messen, nicht glauben · Aus Fehlern und Erfolgen lernen 

Die Zielgruppen 
• Fach- und Führungskräfte im Print-, Online-, Hörfunk- und Fernsehbereich sowie in der Unternehmenskommunikation
• Journalisten
• Studenten


Die Autoren 
Christian Chang-Langhorst leitet die Abteilung Qualitätsmanagement beim Saarländischen Rundfunk. 
Dirk Heynen leitet die Abteilung Qualitätsmanagement bei infoNetwork. 
Sylvia Homann ist Moderatorin und Qualitätsbeauftragte bei Radio Hochstift und berät Firmen und Institutionen in Sachen Qualitätsmanagement. 
Ursula Wienken unterstützt mit ihrer MQ GmbH Unternehmen, Teams und Fachpersonal in allen Angelegenheiten rund um das Thema (agiles) Qualitätsmanagement. Darüber hinaus ist sie TQM-Auditorin, Trainerin, Coach und Design-Thinkerin.

„Qualität managen“ gibt es als E-Book und als Hardcover. Direkt zum Verlag Springer VS

Neu: Geschichten erzählen in Radio und Podcast

Spannende Geschichten zu erzählen gehört zu den schönsten und
komplexesten Aufgaben in Radio und Podcast. Wie kann ich Hörer/innen 15,
30 oder 60 Minuten an eine reale Geschichte binden? Oder gar für eine
ganze Serie begeistern?

Der neue Band aus der Reihe Journalistische Praxis „Geschichten
erzählen – in Radio und Podcast“ beschreibt den professionellen Weg zu
einer spannenden Erzählung. Es gibt praxistaugliche Antworten auf alle
entscheidenden Fragen: Wie halte ich die Spannung von Anfang bis Ende
aufrecht? Wie finde ich meine Erzählstimme? Und wie sichert man die
journalistische Qualität der Erzählung?

Aus dem Inhalt:

  • Story-Prinzipien und Stoffprüfung
  • Plot- und Serien-Entwicklung
  • Dramaturgie-Modelle für akustische Narrationen
  • Storytelling für Kurzbeiträge
  • Dynamisches Erzählen: Spannungstechniken
  • Erzählhaltung entwickeln und inszenieren
  • Story-Probleme und Lösungen

Das Praxis-Buch richtet sich an

  • Radio-Autoren und -Redakteure
  • Podcaster
  • Regisseure und Dramaturgen
  • Studierende
  • Dramaturgie-Trainer
  • Geschichten-Erzähler

Der Autor
Sven Preger ist Diplom-Journalist und systemischer Coach. Sein
Spezialgebiet: komplexe Geschichten erzählen. Er arbeitet als Autor,
Regisseur, Produzent, Moderator und Trainer. Als systemischer Coach und
Story-Consultant unterstützt er bei Format-Entwicklung, Storytelling und
Change-Management.
Das Buch gibt es als E-Book und gedruckt direkt beim Verlag Springer VS.

Content-Marketing: Besser als Journalismus?

„Die besondere Logik der Content Marketiers: Berechtigte Kritik an etablierten Massenmedien? Oder nur Lobbyisten in eigener Sache?“ hat Lutz Frühbrodt, Professor an der HS Würzburg-Schweinfurt und Autor der „Journalistischen Praxis“, seinen Essay für die Fachzeitschrift Journalistik überschrieben.

Wiederholt haben führende Köpfe aus dem Content Marketing (CM) die Funktionstüchtigkeit des Mediensystems in Deutschland in Frage gestellt: Dem Journalismus fehlten Ressourcen, er sei nicht unabhängig und bewege sich in nutzerfeindlichen Filterblasen. Content Marketing als Werbung mit redaktionellen Mitteln sei dagegen nutzerfreundlich und nutzwertig, mithin habe „Unternehmensjournalismus“ qualitativ oftmals sogar die Nase vorne.

Lutz Frühbrodt meint: „Eine Analyse der vorgebrachten Argumente zeigt  jedoch, dass die CM-Lobbyisten weitgehend einer verqueren Logik folgen.“

Zum Beitrag von Lutz Frühbrodt über Content-Marketing

Fachbuch: Die neue Öffentlichkeit

Wie sehen die nächsten Entwicklungsstufen in Journalismus und Medien
aus? Die wichtigsten Tendenzen skizziert dieser Sammelband. Er liefert
Analysen zu Trends wie Big Data und Digitalisierung, Vorschläge und
Modelle für den mobilen Journalismus, die Zuschauerinteraktion und
–partizipation. Zum Stichwort Fake News gibt er Ratschläge zur
Verifikation und stellt praktische Lösungsansätze vor. Schließlich
liefert er Praxisbeispiele und einen Ausblick zur Sicherung der Qualität
im Journalismus.

Zur Website des Buchs
E-Book bestellen bei Springer VS

Neues Handbuch: VR-Journalismus

Wie VR-Journalismus funktionieren kann, über welches technische und fachliche Handwerk Journalisten verfügen sollten, erläutert dieses neue Praxisbuch. VR-Journalisten geben Einblick in ihre Arbeit, Checklisten und Beispiele veranschaulichen die Umsetzung von VR-Stories.

Virtuelle Realität (VR) ermöglicht das immersive Erleben einer Geschichte. Journalisten können ihre Nutzer mit diesem neuen Medium an Orte bringen, zu denen sie keinen Zugang haben. Sie können sie in das Leben anderer Menschen hineinversetzen, in andere Zeiten und Rollen schlüpfen lassen.

„Erleben und Präsenz”, das sogenannte Storyliving, intensivieren die Aufnahme und Verarbeitung des journalistischen Inhalts für die Nutzer. Für Journalisten verändert es Erzählweisen und Produktionsabläufe. Es eröffnet ihnen ein neues Verhältnis zu dem Nutzer.

Das neue Lehrbuch ist in der Reihe Journalistische Praxis, gegründet von Walther von La Roche, herausgegeben von Gabriele Hooffacker, erschienen. Beim Verlag kann man es gedruckt sowie als E-Book bestellen.

Interview: Lässt sich Objektivität im Journalismus herstellen?

Was bedeutet die im Journalismus viel beschworene Objektivität? Dazu hat Mario Müller-Dofel, Autor des Lehrbuchs „Interviews führen„, den Kommunikationswissenschaftler Armin Scholl interviewt. Der Podcast ist der erste einer Serie von fünf Audiobeiträgen auf Alles über Interviews, die sich mit journalistischen Qualitätskriterien befassen.

Die ersten drei Folgen thematisieren die von Journalisten immer wieder geäußerten Ansprüche an ihre Arbeit und – zum Vergleich – die gelebte Realität. Im vierten Teil geht es darum, wie Missverständnisse in Interviews zustande kommen. Der fünfte Teil handelt vom wohl heißesten Streitthema zwischen Interviewern und ihren Gesprächspartnern, der Autorisierung von Interviews.

Und ist die von Medienkonsumenten viel kritisierte Subjektivität wirklich das Gegenteil? Für Prof. Dr. Armin Scholl sind Objektivität und Subjektivität „zwei Seiten einer Medaille“. Er ergänzt: „Wie Objektivität und Subjektivität ausbalanciert sein sollten, richtet sich nach dem Zweck des Journalismus“.

Die Äußerung von BILD-Chef Julian Reichelt, wonach man objektiv sein könne, ohne neutral zu sein, sieht Armin Scholl kritisch. Im Podcast erklärt er, warum. Hilal Sezgin hatte in der Wochenzeitung DIE ZEIT geschrieben, Objektivität sei „nicht nur unmöglich, sondern auch unsinnig.“ Da ist Scholl geteilter Meinung. Schließlich besprechen er und Mario Müller-Dofel die Trennung von Nachricht und Kommentar – und was diese beiden Darstellungsformen mit Objektivität und Subjektivität zu tun haben.

Und glaubt er, dass Journalisten überwiegend objektiv berichten? Die Antwort darauf gibt es im Podcast.

Neue Fachzeitschrift: Journalistik

Journalistik? „Diese Wissenschaft begleitet den Journalismus wie die Medizin den Arztberuf“, sagt Horst Pöttker, Initiator der neuen Zeitschrift „Journalistik“. In den deutschsprachigen Ländern fehlt bisher eine Fachzeitschrift für dieses Gebiet. Die „Journalistik“ soll diese Lücke füllen. Ab 1. Februar 2018 ist sie unter www.journalistik.online zu finden.

„Wie wirkt Konstruktiver Journalismus?“ Diese Frage beantwortet der Eichstätter Journalistik-Professor Klaus Meier in der ersten Ausgabe. „Die Zukunft ist frei“ ist eine Bestandsaufnahme des freien Journalismus von Nina Steindl, Corinna Lauerer und Thomas Hanitzsch überschrieben. Ein Essay von Friederike Herrmann fragt nach, warum das Thema Europa so langweilig wirkt. Weitere Beiträge diskutieren den Paragrafen 12a des Pressekodex – soll die Nationalität eines Straftäters genannt werden oder nicht? – und stellen Erich Kästner als Journalisten vor. Hinzu kommen Rezensionen aktueller wissenschaftlicher Neuerscheinungen aus der Journalistik.

Die “Journalistik“ erscheint als Online-Publikation und ist damit frei zugänglich. Nach dem Muster traditioneller wissenschaftlicher Zeitschriften erscheint sie zu festen Terminen mit zitierbarer Ausgabenzählung.

Die  „Journalistik“ ist bewusst als Herausgeberzeitschrift konzipiert, die auch nicht an akademische Institutionen gebunden ist. Eine inhaltsgleiche englische Version neben der deutschen gehört zum Konzept. Möglich wird dieser Start durch den Herbert von Halem-Verlag und die Stiftung Presse-Haus NRZ.

Die Herausgeberinnen und Herausgeber:
  • Bernhard Debatin (Athens, Ohio),
  • Petra Herczeg (Wien),
  • Gabriele Hooffacker (HTWK Leipzig/München),
  • Horst Pöttker (Dortmund/Hamburg),
  • Tanjev Schultz (Mainz).
 Am 21. Februar 2018 laden die Herausgeber zur Diskussion nach München ein. Im „Lost Weekend“ in der Schellingstraße 3 sprechen sie mit Franziska Augstein und Wolfgang Langenbucher ab 19.30 Uhr über die Frage „Journalistik – eine notwendige Wissenschaft?“

Neu: La Roches Einführung in den praktischen Journalismus

Für viele Journalistinnen und Journalisten war sie der Wegweiser in den Beruf. Die „Einführung in den praktischen Journalismus“ von Walther von La Roche (1936-2010). 1975 erstmals erschienen, erlebt das Buch heute seine 20. Auflage. Dabei hat es seinen Titel geändert: Es heißt nun „La Roches Einführung in den praktischen Journalismus“. Weitergeführt wird es bereits seit der 19. Auflage von Klaus Meier, Journalistikprofessor in Eichstätt, und Gabriele Hooffacker, Professorin an der Fakultät Medien der HTWK Leipzig.

Was das Buch bietet, zeigt am besten die Website zum Buch, die von Studierenden der Münchner Journalistenakademie gestaltet wurde. Vor dem Hintergrund des digitalen Journalismus völlig neu gefasst wurde das Kapitel zum Thema Recht. Ernst Fricke gibt einen systematischen Überblick über die Bereiche, in denen Journalisten ebenso wie ihr Publikum mit rechtlichen Fragen in Berührung kommen, und worauf Journalisten achten müssen. Online gibt es eine Leseprobe zum Thema Recht.

Aufwändig recherchiert und überarbeitet wurden die Wege in den Journalismus, insbesondere die immer wichtiger werdenden Studiengänge an Hochschulen. Wichtiges Thema: was Journalistinnen und Journalisten verdienen (sollten). In einem Video erklärt Walther von La Roche, was für ihn Journalismus ausmacht. Die Puls-Redaktion des Bayerischen Rundfunks beschreibt, was Crossmedialität für sie bedeutet.

La Roches Einführung in den praktischen Journalismus gibt es als E-Book für 14,99 Euro oder als Taschenbuch für 19.99 Euro.