Neu bearbeitet: Wissenschafts-Journalismus

Wie funktioniert Wissenschaft im Radio, wie im Fernsehen? Wie entsteht eine größere Geschichte für Wissensmagazine, wie ist eine Reportage fürs Fernsehen aufgebaut? Wie hat das Internet alles verändert?

Winfried Göpfert hat das Handbuch „Wissenschafts-Journalismus“ grundlegend überarbeitet. Die Beiträge wurden aktualisiert, neue Themen kamen hinzu. Es gibt Werkstattberichte aus allen Medien; Ranga Yogeshwar („W wie Wissen“) erzählt, was er von den modernen Wissens-Magazinen hält.

Diskutiert werden auch solche Fragen: Kann man journalistisch arbeiten und gleichzeitig PR betreiben? Das Handbuch gibt pragmatische Antworten. Die Website zum Buch haben Studierende der HTWK Leipzig gestaltet; hier kann man das E-Book kaufen.

Journalistik: Partizipative Formate im Lokaljournalismus

„Die Zukunft des professionellen Journalismus könnte im klugen Einbinden
von Bürgerjournalisten und partizipativen Formaten liegen“: So fasst
die Medienprofessorin Gabriele Hooffacker die Ergebnisse ihrer Forschung
zur Zukunft des Lokaljournalismus an der Hochschule für Technik,
Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) zusammen. Gemeinsam mit
ihrem Kollegen Prof. Uwe Kulisch und Masterstudierenden hat sie über
mehrere Jahre hinweg die Zusammenarbeit von lokalen Fernsehredaktionen
und Bürgerreportern untersucht. Die Ergebnisse wurden jetzt in der
Fachzeitschrift „Journalistik“ online veröffentlicht.

Zum Beitrag von Gabriele Hooffacker
Zur Journalistik

Fachbuch: Die neue Öffentlichkeit

Wie sehen die nächsten Entwicklungsstufen in Journalismus und Medien
aus? Die wichtigsten Tendenzen skizziert dieser Sammelband. Er liefert
Analysen zu Trends wie Big Data und Digitalisierung, Vorschläge und
Modelle für den mobilen Journalismus, die Zuschauerinteraktion und
–partizipation. Zum Stichwort Fake News gibt er Ratschläge zur
Verifikation und stellt praktische Lösungsansätze vor. Schließlich
liefert er Praxisbeispiele und einen Ausblick zur Sicherung der Qualität
im Journalismus.

Zur Website des Buchs
E-Book bestellen bei Springer VS

So sieht Deutschland fern

Aktuell bekommt das Gros der Fernseh-Haushalte sein Programm über Kabel (45,9 Prozent) und Satellit (45,7 Prozent). 6,9 Prozent der Haushalte sehen via IPTV fern. Ende März 2017 wurde DVB-T abgeschaltet und durch den leistungsfähigeren Sendestandard DVB-T2 HD ersetzt. Mit ein paar Monaten Abstand lässt sich jetzt sagen, dass diese Umstellung der Verbreitung des terrestrischen Fernsehens nicht gut getan hat. Laut Digitalisierungsbericht der Medienanstalten ist der Anteil der DVB-T Haushalte im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Abwärtstrend könnte damit zusammenhängen, dass das neue Antennenfernsehen nicht mehr kostenlos empfangbar ist.



Quelle: Statista

Neues Portal „Alles über Interviews“

Für Interviewer, Interviewte und Bildungsanbieter aller Medienformen / Neustart mit zunächst fünf renommierten Autoren / Qualitätsinitiative für die am meisten vernachlässigte journalistische Darstellungsform

Alles über Interviews“ startet neu. Das Wissensportal zum Thema „Journalistisches Interview“ ist aus dem Internetangebot „Gesprächsführung“ der Akademie Berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage (ABZV) hervorgegangen, die Ende 2016 geschlossen wurde. Anfang 2017 übernahm Mario Müller-Dofel (44) das Portal und initiierte es gemeinsam mit Tim Farin (41) neu.

Das Portal richtet sich nicht nur an Journalisten und Volontäre, sondern nun auch an Journalismus-Studiengänge, Blogger, PR-Profis, Unternehmenskommunikatoren und deren Bildungsstätten sowie an alle anderen Interessierten – ob sie andere Menschen interviewen oder selbst interviewt werden.

Insiderwissen von Interviewern mit Leib und Seele
„Weil wir Interviewer mit Leib und Seele sind, möchten wir Wissen vermitteln, das User motiviert, eigene Vorgehensweisen zu hinterfragen und neue Handlungsempfehlungen auszuprobieren“, sagt Tim Farin. Müller-Dofel ergänzt: „Die User profitieren von jeder Menge Insiderwissen, das es so umfassend nur bei alles-ueber-interviews.de gibt.“

Mario Müller-Dofel hat in der Lehrbuch-Reihe Journalistische Praxis das Lehrbuch „Interviews führen“ veröffentlicht. Seit 2016 liegt es in der zweiten, bearbeiteten Auflage vor. Müller-Dofel ist Absolvent der Georg-von-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten, Ex-Textchef und -Redaktionsleiter des Wirtschaftsmagazins €uro und seit 2012 freier (Interviewlehrbuch-) Autor, Interviewer sowie Gesprächsstrategie-, Präsentations-, und Vertriebstrainer. Farin absolvierte die Deutsche Journalistenschule, arbeitet ebenfalls als freier Journalist und ist Interviewtrainer. Beide lernten sich als Interviewdozenten bei der ABZV kennen, wo sie mit Volontären und Redakteuren an der Kunst des journalistischen Gesprächs feilten.

Foto-, Rechts- und Rechtschreibkompetenz

Farin und Müller-Dofel
wollen mit alles-ueber-interviews.de alle Facetten des Themas abdecken und dafür weitere Autoren gewinnen. Drei sind schon ab dem Relaunch mit eigenen Beiträgen dabei:

  • Der renommierte Porträt- und Interviewfotograf Erol Gurian teilt sein Wissen darüber, wie Interviewpartner optimal ins Bild gesetzt werden.
  • Die bekannte Medienrechtsanwältin Tanja Irion erläutert die juristische Sicht.
  • Und die ebenfalls vielgebuchte Rechtschreibspezialistin Lisa Walgenbach trägt dazu bei, dass Interviewtexter möglichst wenige Schreibfehler produzieren.

Zudem finden User auf alles-ueber-interviews.de nach und nach mehr Erfahrungsberichte, Interviews mit Interviewern und Interviewten, handwerkliches Basiswissen, Buchrezensionen, amüsante Videos und mehr.


Kontakt zu den Initiatoren

Mario Müller-Dofel
Tel.: 0172 441 9421
E-Mail: mmd@alles-ueber-interviews.de

Tim Farin
Tel.: 0178 274 1502
E-Mail: tf@alles-ueber-interviews.de

Zum Lehrbuch „Interviews führen“

Tagungsband: Technische Innovationen und Journalismus

Wie verändern technische Entwicklungen die Anforderungen an den journalistischen Arbeitsalltag und die Ausbildung? Welche innovativen journalistischen Darstellungsformen und Formate entstehen? Der neue Band „Technische Innovationen – Medieninnovationen?“ gibt Antworten: Klaus Meier schreibt über Newsgames, Gabriele Hooffacker über Online-Journalismus und Cornelia Wolf stellt Forschungen zum Scrollytelling vor. Der Band präsentiert Trends im Lokalfernsehen, Social- und Mobile-TV vor sowie Herausforderungen durch Content Marketing, Innovationskommunikation und interne Unternehmenskommunikation. Darüber hinaus werden auch methodische Ansätze für neue Szenarien der Mediennutzung, etwa mobile Rezeptionssituationen, aufgezeigt.

Aus dem Inhalt: Wandel von Rahmenbedingungen für Produktion und Ausbildung – Neue Darstellungsformen im stationären und mobilen Internet – Trends im Social und Mobile TV – Herausforderungen und neue Lösungsansätze für die strategische Kommunikation – Ansätze und Methoden zur Messung veränderter Mediennutzung.

Herausgeberinnen:

  • Dr. Gabriele Hooffacker ist Professorin für Medienadäquate
    Inhalteaufbereitung an der Fakultät Medien der Hochschule für Technik,
    Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig.
  • Dr. Cornelia Wolf ist Juniorprofessorin für Online-Kommunikation am
    Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig.

Als E-Book kann das Buch direkt beim Verlag Springer VS bestellt und heruntergeladen werden, auch aus dem jeweiligen Hochschulnetz. Als Softcover kostet das Buch 49,99 Euro und kann hier bestellt werden.

Wie neue Technologien die Medien verändern

HTWK Leipzig und Universität Leipzig hatten am 30. März 2016 eingeladen zur Pre-Conference „Technische Innovationen – Medieninnovationen?“ Mehr als 120 Teilnehmende diskutierten Themen von B wie Breaking News über N wie Newsgames bis Z wie

Das war die DGPuK-PreCon:

In 23 Referaten untersuchten die Vortragenden neue mediale Darstellungsformen in Presse, Radio, Lokalfernsehen und Internet sowie in Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, veränderte Nutzungsgewohnheiten und die Folgen für die Journalistenausbildung.

Im Anschluss trafen sich rund 500 Kommunikations- und Medienwissenschaftler zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften (DGPuK). Zum ersten Mal gab es dazu eine Pre-Conference, gemeinsam organisiert von der Fakultät Medien der HTWK Leipzig und dem Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Unter der Überschrift „Technische Innovationen – Medieninnovationen“ versammelten sich am 30. März Wissenschaftler und Studierende aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich in Leipzig. Veranstaltungsort war, genau wie für die DGPuK-Jahrestagung, das Hörsaalgebäude der Universität.

Die DGPuK-Jahrestagung findet jährlich in wechselnden Städten statt. 2016 feierte die DGPuK 100 Jahre Kommunikationswissenschaft in Deutschland. An der Universität Leipzig gründete Karl Bücher 1916 das erste Institut für Zeitungskunde in Deutschland und legte damit den Grundstein für die akademische Journalistenausbildung. Dies war Anlass für die Professorinnen Gabriele Hooffacker (HTWK Leipzig) und Cornelia Wolf (Universität Leipzig), eine Vor-Konferenz zu aktuellen technischen Entwicklungen und ihren Auswirkungen auf die Medienwelt ins Leben zu rufen.

Facebookseite der Pre-Conference
Hintergrund zur Pre-Conference
Website der DGPuK zu Tagung und Pre-Conference

Rekordbilanz bei Videonutzung

Mit einem Gesamtumsatz von 1,76 Milliarden Euro hat die deutsche Home-Entertainment-Branche 2013 ihr bisher bestes Ergebnis erzielt. Das berichtet die Fachzeitschrift Media-Perspektiven in ihrer aktuellen Ausgabe.

Bei der zeitverzögerten und zeitversetzten Nutzung von Fernsehinhalten zeigte sich eine Präferenz des Publikums für das Krimigenre, vor allem für Produktionen der „Tatort“-Reihe.

Beim Verleihmarkt lag der Anteil digitaler Umsätze nach einem Anstieg um 32 Prozent auf 102 Mio Euro 2013 bei einem Drittel des gesamten Vermietergebnisses von 312 Mio Euro. Insgesamt wird sowohl dem digitalen Verleih als auch dem digitalen Verkauf von Bewegtbildinhalten großes Wachstumspotenzial zugeschrieben. Der laufende Umstrukturierungsprozess des Videomarktes betrifft vor allem den Verleihbereich mit weiteren Schließungen von klassischen Videotheken und deutlichem Umsatzrückgang. Neue Videodienste – wie Netflix aus den USA – drängen auf den deutschen Markt. Während der DVD-Verkauf mit einem Umsatz von 984 Mio Euro leicht unter dem Vorjahresniveau lag, konnte der Blu-ray-Absatz auf 410 Mio Euro Umsatz gesteigert werden.

Zur Kurzfassung und zum Download des kompletten Beitrags bei Media-Perspektiven

Fußball-WM: Social TV und Second Screen legen zu

Wie wirkt sich die Fußball-WM auf die Nutzungsgewohnheiten aus? 45,5 Prozent aller Deutschen nutzen das Smartphone als Second Screen, während sie die Spiele im TV verfolgen. Frauen nutzen Social-Media-Kanäle mit 38,9 Prozent deutlich mehr als Männer (29,7 Prozent). Das ergab die aktuelle Social-Trends-Studie von Tomorrow Focus.

47,8 Prozent aller Befragten schauen Fußball am liebsten mit Freunden oder Bekannten, 33,5 Prozent mit der Partnerin oder dem Partner. 15 Prozent gehen am liebsten zu Public-Viewing-Veranstaltungen.

Kurzfassung der Studie bei Kress-Report

Second Screen: Zuschauer suchen Gemeinschaft

Social TV, das Herstellen von Gemeinsamkeit, scheint ein wesentliches Motiv für sendungsbezogene Onlineaktivitäten von Fernsehzuschauern zu sein. Das ergab die Auswertung mehrerer Studien rund um das Thema Second Screen, von Uli Gleich für den ARD-Forschungsdienst. Demnach nutzt inzwischen über die Hälfte der Deutschen Fernsehen und Internet häufig oder manchmal parallel. Der größere Anteil der Onlineaktivitäten ist dabei allerdings unabhängig vom gerade gesehenen Fernsehprogramm (z.B. Bearbeiten von E-Mails; Surfen). Eine direkt auf eine laufende Sendung bezogene Nutzung des zweiten Bildschirms (z.B. Abrufen von Informationen über das Programm, Kommentare, Teilnahme an einem Quiz) ist im Gegensatz dazu – auch im internationalen Vergleich – noch unterdurchschnittlich ausgeprägt.

Eine inhaltliche Untersuchung der Anschlusskommunikation auf Twitter zeigte, dass sie wenige interaktive Anteile (d.h. im Sinne einer tatsächlichen Diskussion) hatte, sondern eher von singulären Statements und Kommentaren geprägt war. Eine weitere Studie ergab, dass die Kommentare und Stellungnahmen von Zuschauern in sozialen Netzwerken Rückwirkungen auf die Sendungen haben können. Die sendungsbezogene Facebook-Kommunikation bewirkte einen signifikanten Agenda-Setting-Effekt im Hinblick auf die Themenwahl in der Sendung.
Quelle: Abstract zum Beitrag bei Media Perspektiven 3/2014, dort auch der Volltext als PDF