Video

Videojournalismus

„Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.“

– Gisèle Freund (deutsch-französische Fotografin)

Wie wahr dieses Zitat ist, bemerkt man, wenn man das visuelle Ergebnis von einem ästhetischen Standpunkt aus betrachtet. Ein gewisses Maß an Talent und das berühmte Auge fürs Detail sind Grundvoraussetzungen für erfolgreichen Videojournalismus.

Quelle: www.pixabay.com

Das technische Know-how darf natürlich nicht fehlen. In aller Regel bedarf es einer mehrjährigen Ausbildung, um die Kunst einer Kamerafrau oder eines Kameramanns zu erlernen. Dennoch sollte auch jeder angehende Videojournalist sein Kameraequipment grundlegend beherrschen, da er für das Aufnehmen von Bild- und Tonmaterial in der Regel selbst verantwortlich ist.

Ein Videojournalist sollte stets eine gepackte Tasche mit folgenden Gegenständen griffbereit haben:

  • Kamera mit Stativ
  • Speicherkarten
  • Richtmikrofon mit Windschutz, inklusive Kabel und Batterien
  • Kopfhörer inklusive Kabel
  • Kameralicht inklusive Stativ
  • Ladegerät und Ersatzakkus

Er dreht, schneidet, textet und recherchiert. Die zentrale Aufgabe des Videojournalisten ist es, charismatische Charaktere mit ihren fesselnden Geschichten zu porträtieren, Perspektiven unvoreingenommen einzufangen, Expertenmeinungen unverfälscht wiederzugeben, pfiffige Skripte und Storyboards zu erstellen und schließlich das Video- und Tonmaterial in eine ansprechende und kurzweilige Form zu bringen. Ein Videojournalist sollte Neugier, die Fähigkeit des aktiven Zuhörens und Freude am Fragen mitbringen, denn das oberste Ziel ist es, eine gute Geschichte zu erzählen.

Ein Interview mit Videojournalist Malte Burdekat finden Sie hier.

Podcast

Podcast: Reden, bis der Arzt kommt

Schon in den 1990er-Jahren begannen Radiosender, ausgewählte Beiträge ins Internet zu stellen. Das war lange, bevor es das Wort Podcast gab. Dabei handelt es sich um eine Kombination der Wörter iPOD und BroadCAST. Interessant wurden Podcasts mit der Einführung des sogenannten RSS-Feeds. Der sorgt dafür, dass Inhalte einer Website abonniert werden können, also auch Podcasts.

Bevor es losgeht

Wer einen Podcast starten will, sollte sich vorher Gedanken machen:

  • Wieviel Zeit kann ich opfern?
  • Wie interessant ist mein gewähltes Thema?
  • Will ich damit Geld verdienen?

Und das sind nur drei von vielen wichtigen Fragen. Ausschlaggebend für den Erfolg ist, dass ein Podcast nicht stark starten sollte, um dann ebenso schnell nachzulassen. Gerade bei den Themen gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt: von selbst verfassten Märchen bis hin zu Infos eines Kegelclubs.

Das Equipment

Gerade Anfänger sollten nicht so viel Geld ins Podcast-Equipment stecken. Nutzer von Podcasts haben Verständnis für technische Mängel, wenn der Rest stimmt. Als Aufnahmegeräte können Smartphones dienen, sofern sie mit einer entsprechenden App ausgestattet sind.

Der erste Podcast muss raus

Auch die Veröffentlichung eines Podcasts ist keine Zauberei. Anbieter wie Podhost verschenken monatlich Megabytes oder Podcast-Zeit, mit denen Anfänger erstmal üben können.

Tipps für Podcast-Hörer

Die meisten Podcasts gibt es unter http://www.podcast.de sowie bei iTunes. Im Trend seit einiger Zeit: Podcasts mit Menschen, die sich über irgendetwas unterhalten. Sehr interessant dabei: „Gemischtes Hack“. Dabei reden zwei junge Komiker respektlos über Dinge des Lebens und des Alltags. Wissenschaftlich kommt dagegen der Podcast von National Geographic daher, der im Sommer 2019 unter dem Titel Explore gestartet wurde.

Ein Interview mit Podcaster Marko Schlichting finden Sie hier.

Social Media

Let’s get social. Twitter, Instagram und LinkedIn: Wem folgen Sie?

Inhalte selbst kreieren, teilen und sich vernetzen. Social Media sind vor allem eines: interaktiv. User können sich in Foren und Online-Communities austauschen. Dienste wie Twitter oder Blogs werden in Webauftritte integriert. Über die direkte Antwortmöglichkeit können die User Beiträge frei kommentieren und diskutieren, und auch Nichtjournalisten können Beiträge online stellen.

Textinhalte können multimedial unterstützt und zu Marketingzwecken genutzt werden. So findet sich in den Social Media eine Fülle von Fakten, Themen und Meinungen, sogenannter User Generated Content, der dem Online-Journalisten ein weiteres spannendes Recherchefeld eröffnet.

Einen Überblick über die Vielfalt der Plattformen, Tools und Anbieter gibt das Social-Media-Prisma, kostenlos verfügbar bei Ethority. Es führt zudem viele Dienste auf, die man als Journalist für die Recherche nutzen kann: von Wikipedia zum schnellen Nachschlagen bis hin zu Bewertungen bei Amazon.

Quelle: ethority Social Media Prisma

Ein Interview mit Social-Media-Experte Thomas Leidel finden Sie hier.

Blog

Blog: ein journalistisches Format

Ein Blog ist eine Art Online-Journal. Der Autor eines Blogs verfasst in regelmäßigen Abständen eigene Artikel, die er auf seine Internetseite stellt. Ein Blog ist oft bewusst als interaktives Medium angelegt. Reaktionen der Leser sind in der Regel erwünscht.

Blogger ist nicht gleich Blogger. Es gibt Autoren, die in erster Linie eigene Gedanken verfassen und veröffentlichen. Diese können sich auf ein spezifisches Thema aus den Bereichen Unterhaltung und Service beziehen oder völlig beliebig sein. Der Blogger kann zudem als „Influencer“ für Produkte werben oder als Markenbotschafter auftreten.

Viele Blogger arbeiten nach journalistischen Kriterien. Sie berichten objektiv, unabhängig und authentisch. Während noch vor wenigen Jahren für die meisten „professionellen“ Journalisten Blogs noch etwas Minderwertiges waren, wird das Bloggen inzwischen für die Profis und Nachrichtenportale immer selbstverständlicher. Im Klartext: Klassischer Journalismus und Weblogs werden sich immer ähnlicher.

Diese Erfahrung hat auch der langjährige politische Blogger Stefan Aigner aus Regensburg gemacht. Er hat mit seiner kritischen Berichterstattung auf seinem Blog regensburg-digital.de die Medienlandschaft in der Domstadt aufgemischt und bereichert. Das Interview mit Stefan Aigner finden Sie hier.

Ergänzende Links

Telepolis: „Blogger sind die unterschätzten Journalisten.“

Netzpolitik: „Studie: Deutschlands Blogger. Die unterschätzten Journalisten.“

Deutschlandfunk: „Ähnlicher als es Journalisten lieb sein darf.“

Süddeutsche Zeitung: „Wo es scheppert.“

Süddeutsche Zeitung: „Warum in Regensburg ein Pressekrieg tobt.“

Interview mit Blogger Stefan Aigner