Prof. Dr. Klaus Meier – Journalistenausbildung

Prof. Dr. Klaus Meier ist Lehrstuhlinhaber für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Mitarbeiter am Standardwerk „La Roches Einführung in den praktischen Journalismus“. In diesem Experteninterview äußert er sich zur Journalismusforschung, crossmedialen Entwicklungen und zur Journalistenausbildung im digitalen Zeitalter.

Interview mit Journalistik-Experten Prof. Dr. Klaus Meier

Anja Gild – Storytelling

Interview mit Storytelling-Expertin Anja Gild

Storytelling ist die Kunst, Geschichten so zu erzählen, dass der Leser dranbleibt. Wie das funktioniert, weiß Anja Gild. Sie ist Journalistin und Dozentin, unterrichtet Schreiben für Online-Medien sowie klassisches und digitales Storytelling.

Storytelling – was verbirgt sich dahinter?

Ganz einfach: Geschichten. Das können Geschichten im Journalismus, in der Unternehmenskommunikation, in der Werbung, im Marketing oder im Bereich Teambildung beziehungsweise Teamcoaching sein. Ich verwende in meinen Trainings immer die Definition von Marie Lampert und Rolf Wespe aus ihrem Buch „Storytelling für Journalisten“. Darin heißt es: „Storytelling strukturiert das Chaos der Information“. Ich finde diesen Satz ganz wunderbar.

Was will und was kann Storytelling?

Storytelling hilft unter anderem, die Komplexität der Welt oder einzelner Vorgänge anschaulicher und vor allem nachvollziehbarer zu machen. Indem ich eine Geschichte erzähle, mache ich ein Thema transparent, emotional nachvollziehbar. Dadurch kann ich mich mit einem Thema identifizieren und die Inhalte besser abspeichern.

Worin unterscheidet sich Storytelling von der klassischen Reportage?

Die klassische Reportage fällt auch unter Storytelling. Alle erzählenden Formen, ob schriftlich, auditiv, visuell oder mündlich sind Teil des Storytelling – in klarer Abgrenzung zur klassischen Meldung oder Nachricht. Der Bericht wiederum kann schon Storytelling-Elemente enthalten. Lampert und Wespe sprechen in ihrem Buch von „kreativen Elementen der Berichterstattung.“

Wie geht modernes Storytelling?

Modernes Storytelling unterscheidet sich in den Grundelementen nicht vom klassischen Storytelling. Helden, Konflikte, Handlungen, Orte und Dramaturgie sind und bleiben die Basis aller Geschichten. Der Unterschied besteht in den verwendeten Darstellungsformen. Moderne Geschichten erzählen mit Text, Video, Audio, Bildstrecken, Audio-Slides, Infografiken und Musik. Im Aufbau der Geschichte müssen sich die Autoren darüber klar werden, welche Inhalte sie mit welchen Mitteln erzählen. Und im modernen Storytelling verwenden wir oft Contentmanagement-Systeme, die eine Einbindung von Bild-, Video- und Audioelementen überhaupt erst möglich machen.

Glauben Sie, dass im digitalen Zeitalter noch eine Nachfrage nach ausführlichen und hochwertigen journalistischen Geschichten besteht?

Ja, gerade im digitalen Zeitalter sind hochwertige Geschichten wichtig. Und die Nachfrage wird meiner Ansicht nach noch steigen. Gute Geschichten sind im ständigen Flow digitaler Kommunikation wie kleine Inseln. Hier kann sich der Rezipient für einen Moment tiefer einlassen, ausruhen und inspirieren lassen.

Worin unterscheiden sich Storytelling und Scrollytelling?

Scrollytelling ist eine Form des Storytellings. Der User bekommt die einzelnen Bestandteile einer Geschichte über den Prozess des Scrollens serviert. Bei den meisten Scrollytelling-Tools kann der User entscheiden, ob er sich die ganze Geschichte über die Navigation anzeigen lassen soll, um dann in einzelne Kapitel zu springen, oder ob er tatsächlich die Geschichte im Scrollen Inhalt für Inhalt quasi entdeckt.

Charakteristisch für Longform-Journalismus ist die Verwendung von multimedialen Elementen wie Videos, Audios, Animationen, Grafiken oder datenjournalistischen Anwendungen. Welche Elemente wenden Sie in Ihren Geschichten an?

Ich selbst erzähle Geschichten ohne alles, unmittelbar, freimündlich. Da ist kein Papier, kein Video, einfach nichts. Die Geschichten, die ich als Beispiele in meinen Trainings zeige, verwenden in der Regel alle Elemente. Multimedial erzählte Geschichten sollten abwechslungsreich sein. Allerdings nicht „auf Teufel komm raus“. Sonst wird es zu unruhig.

Wo wird Storytelling online eingesetzt?

Eigentlich überall. Newsportale wie Spiegel Online oder auch Zeit Online setzen Storytelling online ein. Der WDR und auch der BR arbeiten online mit Storytelling. Auch im Unternehmenskontext werden Contentmanagement-Systeme verwendet, die Content im Scrolling-Verfahren anbieten. Natürlich muss eine Redaktion oder auch eine Unternehmenskommunikation entscheiden, ob sich der zeitliche und vielleicht auch der finanzielle Aufwand für eine gute Online-Story lohnt. Im Zweifelsfall wird Storytelling online da eingesetzt, wo Themen langfristig, überzeugend und breitenwirksam kommuniziert werden sollen.

Wie beurteilen Sie den Wert von Storytelling?

Das hängt völlig vom Kommunikationsziel und auch der Zielgruppe ab. Nicht jede Zielgruppe wird mit Geschichte erreichbar sein. Die Empfehlung lautet, je fachspezifischer Zielgruppen sind, desto weniger benötigen sie Storytelling. Wobei ich diese Aussage nicht immer unterstreichen würde. Auch beim Fachpublikum können Geschichten flankierend zu einer mehr informationsorientierten Kommunikation eingesetzt werden. Der Wert des Storytellings hängt auch mit der Suchmaschinenoptimierung zusammen: Je länger User in einer Geschichte verweilen, desto besser ist das für das Ranking. Und das wirkt sich dann wieder auf das Thema Anzeigenkunden aus.

Geht Online-Journalismus noch ohne Storytelling?

Klar. Storytelling ist nicht immer und überall das Mittel der Wahl. Das muss genau abgewogen werden. Aber ich würde mich mit dem Phänomen „Storytelling“ sehr wohl auseinandersetzen, bevor ich mich in einer Redaktion oder einer Agentur bewerbe. Es gehört aus meiner Sicht heute zum Handwerkszeug eines jeden guten Journalisten.

Das Interview führte Susann Niedermaier.

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Bettina Möller – SEO

Interview mit SEO-Expertin Bettina Möller

Wer Arbeit in einen Text steckt, möchte natürlich, dass er auch gelesen wird. Wie SEO dabei hilft und warum es nicht nur für Experten relevant ist, erklärt Bettina Möller im Interview.

Was ist Online-Journalismus?

Primär ist es Journalismus, der nicht mehr vorrangig im Print stattfindet, sondern in den modernen Medien im Internet. Dazu gehören gewisse Skills, die der Printjournalismus in der Form nicht braucht. Ein Online-Journalist muss das crossmediale Arbeiten beherrschen. Crossmedial, weil er die verschiedenen Kanäle bespielen und mit den verschiedenen Formaten umgehen können muss. Wie funktionieren das Internet und die Suchalgorithmen, was sind die gängigen Tools, wie Content-Management-Systeme, Bildbearbeitungs- und Video-Tools? All das kommt zum gängigen Wissen eines Journalisten on top dazu. Nicht jeder, der mit den Tools umgehen kann, ist auf einmal Online-Journalist. Es gibt gewisse Qualitätsmerkmale, die guten Journalismus ausmachen. Die Basics, wie der Unterschied zwischen Reportage, Interview, Bericht und Nachricht, müssen aus dem Effeff kommen.

Was bedeutet SEO und warum ist es so wichtig?

SEO bedeutet Suchmaschinenoptimierung und ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung search engine optimisation. Damit bezeichnet man Maßnahmen, die dazu dienen, dass Webseiten und deren Inhalte im organischen Suchmaschinenranking, den sogenannten natural listings, auf den vorderen Plätzen erscheinen. Durch das bewusste Beeinflussen der Platzierungen von Webseiten, Bildern, Videos oder anderen Inhalten bei Suchmaschinen soll deren Reichweite erhöht werden. Will man sich das bewusst machen, muss man verstehen, wie SEO funktioniert. Wie oder wonach durchsucht eine Suchmaschine das Internet, um Inhalte aufzufinden? Wenn ich einen Artikel verfasst habe, möchte ich natürlich, dass er auch gefunden wird. Und das wird er nur dann, wenn ich gewisse Rankingfaktoren beachte.

Welche Rankingfaktoren zum Beispiel?

Da gibt es inhaltliche und technische Aspekte. Funktioniert die Nutzung auf mobilen Endgeräten? Lange Ladezeiten auf einer Seite mag niemand, dafür sollte man unbedingt die Dateigrößen im Auge behalten. Die Seitenformatierung und -architektur müssen sauber sein, URLs und Dateinamen kurz und sprechend. Links, Videos und Call to action buttons erhöhen die Verweildauer auf der Seite. Ein Online-Journalist muss wissen, wie er einen Text online-gerecht aufbereitet. Absätze, Zwischenüberschriften, Bulletpoints – Eyecatcher statt Bleiwüste! Das hält den User auf der Seite. Genau wie eine gute Keyword-Recherche und deren gezielte Verwendung.

Was zeichnet gute Keyword-Recherche aus?

Ein User sucht gezielt nach Themen. Der erste Gedanke beim Verfassen eines Textes sollte immer sein: Wonach wird gesucht? Keyword-Tools wie Google Suggest und Google Trends geben hierfür einen sehr guten Überblick. Google Suggest zeigt, welche Keywords am häufgsten gesucht werden und mit Google Trends kann man Keywords vergleichen und sogar nach Region kategorisieren. Ein Beispiel: Wonach sucht jemand, der Schokoladenkuchen googelt? Laut Google Suggest nach einem

  • Rezept für einen
  • saftigen
  • Schokoladenkuchen ohne Mehl*

Diese Keywords binde ich dann entsprechend in meinen Text ein und schneide meinen Text thematisch auf dieses Bedürfnis zu. Alternativ kann ich mich auch für ein weniger frequentiertes Keyword entscheiden und erhöhe damit die Chance, wenigstens für diese Suche unter die Top 10 Suchergebnisse in den Suchergebnissen, den sogenannten SERPs, zu kommen, beispielsweise Schokoladenkuchen mit Kirschen oder Schokoladenkuchen ohne Butter.

*Anmerkung der Redaktion: Stand August 2019 – kann gern hier überprüft werden

Ist SEO nur für Text relevant?

Nein. Damit Suchmaschinen Bild- und Videodateien finden und lesen können, braucht es Text. Der sogenannte Alt-Tag beschreibt die Attribute eines Bildes und ist im HTML-Code der Seite hinterlegt. Dieser und auch der Title-Tag geben den Suchmaschinen zusätzliche Informationen zu einem Bild. Baut man dann noch relevante, präzise Keywords ein, steigt die Wahrscheinlichkeit, bereits mit der Bildersuche auf den vorderen Seiten gerankt zu werden. Selbes gilt für Videos.

Schreibe ich für die Suchmaschine oder den User?

Für beide. Vor allem aber für den User, den Menschen. Die Frage, die ich mir als Online-Journalist immer stellen sollte, lautet: Was will der User lesen, welche Probleme hat er und wie bringt mein Text Mehrwert? Und: SEO ist nicht nur den Experten vorbehalten. Auch ein Online-Journalist muss verstehen, wie er seinen Content optimal ins Netz bringt. Nützliche Tools zur Optimierung der eigenen Webseite sind Google Search Console und Google Analytics. Man kann sich ein Bild über Rankingfaktoren machen oder über Besucherzahlen, deren Verweildauer und darüber, wie sie überhaupt auf die Seite gelangt sind. Für SEO gilt: am besten ausprobieren und ein Gefühl dafür entwickeln, was funktioniert und was nicht.

Was möchtest du angehenden Online-Journalisten noch mit auf den Weg geben?

Als Online-Journalist darf man keine Angst haben vor der Progressivität in der Online-Welt. Alles, was heute noch gilt, kann morgen schon ganz anders sein. Deshalb empfiehlt es sich gerade beim Thema SEO Newsletter zu abonnieren oder einen Alert anzulegen. So ist man immer top informiert und bekommt neueste Entwicklungen zeitnah mit.

Das Interview führten Katharina Neumann und Verena Radmanic.

Bettina Möller studierte Germanistik und Romanistik. Nach einer Weiterbildung zur Online-Redakteurin an der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker in München arbeitete sie zunächst als Pressereferentin. Seit 2016 ist sie als freie Texterin, Online-Redakteurin und Dozentin tätig.

Thomas Leidel – Social Media

Viele Einsteiger im Bereich Onlinejournalismus haben sie nicht im Blick: soziale Medien. Doch Onlineredakteure ohne Profile in Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram oder Linkedin haben ein Problem: Sie verpassen wichtige Möglichkeiten, ein Publikum zu erreichen. Sie erfahren nicht, wie ihre Leser ticken. Wie wichtig soziale Medien sind, hat uns Thomas Leidel erklärt. Wir haben den Chef der Social-Media-Redaktion von NTV.de im Urlaub erreicht.

Interview mit Social-Media-Experte Thomas Leidel

Martin Wagner – Trimedialität

Martin Wagner ist Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks. In dieser Funktion ist er maßgeblich am trimedialen Umbau des BR beteiligt. 

Er wurde 1954 in Würzburg geboren und sammelte zunächst Erfahrungen im Printjournalismus, ehe er 1979 im BR-Regionalstudio Mainfranken in Würzburg als Redakteur anfing. Ab 1989 leitete er das ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv. Nach einer Zwischenstation im Funkhaus in München war er erneut als Korrespondent im Ausland tätig: dieses Mal als Leiter des BR-Hörfunk-Gruppenstudios in Washington. 2006 wurde Wagner stellvertretender Leiter der Abteilung „Nachrichten und Verkehr“ im Hörfunk, ehe er 2008 die Leitung der Redaktion „Politik, Studios Berlin und Ausland“ übernahm. Seit August 2009 leitete Martin Wagner das Studio Franken und wurde 2014 Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks.

Interview mit BR-Hörfunkdirektor Martin Wagner

Bettina Pelzer – Technik im Web

Bettina Pelzer ist Expertin für die Technik hinter Websites
Interview mit Webtechnik-Expertin Bettina Pelzer

Um journalistische Beiträge online auf einem Blog oder der eigenen Webseite anzubieten, braucht es einiges an Technik im Hintergrund. Alles nicht so tragisch, meint Webexpertin Bettina Pelzer. Im Interview erklärt sie, was wichtig ist.

Was brauchen Journalisten an Technik im Hintergrund, um redaktionelle Inhalte anzubieten?

Eine eigene Domain oder einen eigenen Account bei einem Blog-Anbieter wie Blogger oder WordPress. Für eine eigene Webseite benötigt man neben der Domain auch einen eigenen Webspace bei einem Provider. Über diesen lässt sich recht einfach und komfortabel eine Webseite auf Basis von Web-Baukästen oder Content-Management-Systemen (CMS) wie WordPress oder Joomla aufbauen. WordPress ist prädestiniert für die Einrichtung eines eigenen Blogs. Es gibt eine riesige Menge an kostenlosen oder günstigen Vorlagen (Themes), mit deren Hilfe der Journalist zügig seine Inhalte veröffentlichen kann. Kenntnisse in der Bedienung eines solchen CMS sind unabdingbar, aber auch schnell erlernbar.

Was braucht es, um eine Webseite mit Inhalten zu füllen und ins Netz zu stellen?

Als erstes natürlich einen eigenen Computer, um Inhalte zu erstellen und diese in die Webseite/den Blog einzupflegen und zu veröffentlichen. Die Technik im Hintergrund wird in der Regel vom Provider, der das sogenannte Webhosting im Paket anbietet, zur Verfügung gestellt und gewartet. Dazu gehört beispielsweise ein Webserver mit Modulen wie PHP und Datenbanken. Die Internetverbindung sollte gut sein, zu empfehlen sind DSL-Tarife mit guten Datenübertragungsraten.

Welche Formen von Webseiten eigenen sich am besten? Was ist am einfachsten aufzubauen?

Statische Webseiten sind nicht mehr zeitgemäß. Heute wird mit dem Einsatz von Content-Management-Systemen dynamisch Content generiert. WordPress empfehle ich Benutzern, die in kürzester Zeit einen eigenen Blog online stellen wollen. WordPress ist schnell zu installieren und recht simpel zu konfigurieren. Für den Anfang empfehle ich, einen eigenen Blog einzurichten. Schon mit ein paar interessant geschriebenen und gut bebilderten Artikeln fängt die Webseite an zu leben. Wer regelmäßig neuen Content erstellt, wird gut von Suchmaschinen gefunden – dies geht schnell und komfortabel mit einem CMS wie WordPress.

Empfehlen Sie einen der großen oder eher einen kleinen Provider?

Ich persönlich mag es gern lokal und kleiner. Das ist Geschmackssache. Oft suchen sich Unternehmen einen Provider danach aus, welche Betriebsumgebungen er anbietet, ob die Server Linux- oder Windows-basiert sind und so weiter. Ein Kriterium sollte auch ein guter Support sein. Hier kann man ruhig auch Empfehlungen von Kollegen in Betracht ziehen.

Zur eigenen Domain: Welche Endung empfehlen Sie? .de oder .com – oder eine andere?

Beide Domainendungen sind erste Wahl für Unternehmen. Von jeher ist die Endung .com eher für Unternehmen gedacht, die international aufgestellt sind. Die Domainendung .de ist länderspezifisch und deutet auf eine deutschsprachige Webseite hin. Ich würde bei ausschließlich deutschsprachigen Inhalten eher zur Endung .de raten.

Gute DSL-Verbindung oder Standleitung: Wie schnell sollte die Leitung sein?

Weil man mit einer eigenen Webseite oder einem Blog Inhalte ins Internet hochlädt und abruft, sollte die Verbindung eine gute DSL-Verbindung sein. Standleitungen machen aber erst bei größeren Unternehmen oder Agenturen Sinn.

FTP-Zugang – was ist das genau, und wofür ist so ein Zugang nötig?

Mit einem FTP-Zugang habe ich als Benutzer direkten Zugriff auf meinen Webserver. FTP steht für File Transfer Protocol. Mit einer kleinen App kann ich Dateien von meinem Rechner auf den Webserver übertragen, und umgekehrt. Dies ist manchmal notwendig für das Einspielen von Backups oder Updates.

Wozu dient ein Webserver?

Ein Webserver liefert Inhalte ins Internet aus. Um diese Inhalte sehen zu können, braucht es einen Webclient (zum Beispiel einen Webbrowser). Die Dateien einer Website, also html- oder php-Dateien, Bilder usw. liegen physikalisch auf diesem Server.

Was macht ein Proxy-Server?

Ein Proxy-Server wird oft zwischen Webserver und Webclient geschaltet, um die Kommunikation abzusichern oder zu verbessern. Er kann als Filter eingesetzt werden und wird insbesondere oft fürs Caching verwendet. Caching bedeutet das Zwischenspeichern von Inhalten. Damit können Webseiten schneller geladen werden.

Wie sieht Ihr eigener Auftritt aus?

Mein eigener Auftritt ist derzeit meine Firmenhomepage unter https://www.walk-of-frame.de. Es wird aber auch bald einen eigenen Auftritt unter https://www.bettinapelzer.de und unter https://smartphone-akademie.de geben, da ich meine Arbeit als Webmasterin und Trainerin besser positionieren möchte. Mit der Smartphone-Akademie werden mein Lebensgefährte und ich gemeinsam Filmen mit dem Smartphone als Kurs anbieten.

Das Interview führte Susann Niedermaier.

Bettina Pelzer ist seit 2015 als freiberufliche Cutterin, Filmemacherin, Redakteurin, Webmasterin und Dozentin tätig. Nach ihrem Germanistikstudium arbeitete sie in einer Internetagentur als Programmiererin und technische Projektleiterin. Nach einer Weiterbildung zur Videojournalistin an der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker in München wechselte sie in die Selbstständigkeit. Als Inhaberin der Firma Walk of Frame Pictures & Academy GbR konzipiert und produziert sie Imagefilme und Erklärvideos. In Kooperation mit einer Nürnberger Webagentur erstellt und betreut sie Internetseiten, die auf Basis des CMS-Systems WordPress laufen. Als Dozentin unterrichtet sie an der Journalistenakademie die Themen WordPress sowie Filmen und Schneiden mit dem Smartphone. An der Münchner Volkshochschule gibt sie Workshops zum Thema Videos drehen und schneiden für YouTube und Blog.

Stefan Aigner – Blogging

Klassischer Journalismus und Weblogs werden sich immer ähnlicher. Diese Erfahrung hat der langjährige politische Blogger Stefan Aigner aus Regensburg gemacht. Mit seiner kritischen Berichterstattung auf seinem Blog regensburg-digital.de mischt er die Medienlandschaft in der Domstadt auf und bereichert sie. Mehr dazu im Interview mit Stefan Aigner.

Interview mit Blogger Stefan Aigner

Prof. Dr. Christoph Neuberger – Online-Journalismus

Welche Aufgabe hat der Journalismus im Internet, und was brauchen angehende Online-Journalisten ganz besonders? Prof. Dr. Christoph Neuberger forscht und lehrt am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Arbeitsschwerpunkte sind der aktuelle Wandel des Journalismus und die Folgen der Digitalisierung. Im Video spricht er über den Journalismus im Internet.

Interview mit Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Christoph Neuberger

Malte Burdekat – Videojournalismus

Malte Burdekat, Jahrgang 1978, studierte Soziologie, Germanistik, Politische Wissenschaft und Medienwissenschaften. Der Video-Journalist beschäftigt sich mit der Produktion von Fernsehdokumentationen, Industrie- und Imagefilmen, Website-Konzeption sowie PR-Arbeit. Seit 2000 arbeitet er parallel dazu als Dozent an Bildungseinrichtungen, beispielsweise der  Journalistenakademie München und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, zu Themen wie Videojournalismus und Mobile Reporting.

Interview mit Dozent und Videojournalist Malte Burdekat